Die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher

Die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher, Prüfungsamt

 

Auf dieser Seite findest du Informationen rund um die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher. Du erfährst, 

  • wo du die Prüfung ablegen kannst,
  • was die Zugangsvoraussetzungen sind,
  • wie so eine Prüfung abläuft und was von dir erwartet wird. 

Ich habe viele, viele Informationen für dich zusammengestellt. Im Menü kannst du zu den Absätzen springen, die du zuerst lesen möchtest. Ich verwende im Text das generische Maskulinum. Gemeint sind alle – Übersetzer und Übersetzerinnen, Dolmetscher und Dolmetscherinnen.

Allgemeine Informationen zur staatlichen Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher

Wann sollte ich die staatliche Prüfung ablegen?

Was ist der Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer oder Dolmetscher wert?

Inhalt der staatlichen Prüfung

Woraus besteht die staatliche Prüfung für Übersetzer?

Woraus besteht die staatliche Prüfung für Dolmetscher?

Unterstützung bei der Vorbereitung zur staatlichen Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher

Prüfungsvorbereitung für Spanisch

Prüfungsvorbereitung für Russisch

Prüfungsvorbereitung Notizentechnik

Häufig gestellte Fragen

Ist die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher schwer?

Wie viele Fehler darf man sich bei der staatlichen Prüfung erlauben?

Welcher ist der schwierigste Teil der staatlichen Prüfung? 

Was führt automatisch dazu, dass ich die staatliche Prüfung nicht bestehe?

Was wird zur Landeskunde abgefragt?

Muss ich mich vorbereiten? Und wenn ja, wie lange?

Darf man einen Teil der staatlichen Prüfung nicht bestehen? Kann man ausgleichen?

Ist die Prüfung an manchen Orten leichter als an anderen?

Tipps für die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher

Tipps für die Stegreifübersetzung

Tipps zur Vorbereitung des landeskundlichen Teils

So sammelst du Pluspunkte

Tipps für die Konsekutivprüfung

Wo kann ich die staatliche Prüfung ablegen?

Links zu Prüfungsämtern

Wie sieht es mit seltenen Sprachen aus?

Was kostet die Prüfung zum staatlich anerkannten Übersetzer oder Dolmetscher?

Wann findet die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher statt?


1. Allgemeine Informationen zur staatlichen Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher

Wann sollte ich die staatliche Prüfung ablegen?

Wenn du als professioneller Übersetzer oder Dolmetscher arbeiten möchtest und keinen Hochschulabschluss in dem Bereich hast, ist es ratsam, die staatliche Prüfung für Übersetzer bzw. Dolmetscher abzulegen.

Die staatliche Prüfung erlaubt es dir außerdem, die Ermächtigung oder Beeidigung in deinem Bundesland zu beantragen und so in Zukunft auch als allgemein vereidigter Dolmetscher oder ermächtigter Übersetzer tätig zu sein. Du kannst so für die Gerichte arbeiten bzw. offiziell anerkannte, beglaubigte Übersetzungen anfertigen und mit deinem Stempel versehen.

Nach bestandener Prüfung darfst du dich staatlich geprüfter Übersetzer bzw. staatlich geprüfte Übersetzerin oder staatlich geprüfter Dolmetscher/ staatlich geprüfte Dolmetscherin nennen.

Was ist der Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer oder Dolmetscher wert?

Sehr viel! Es gibt viele Quereinsteiger in der Branche. Quereinsteiger in dem Sinne, dass sie keinen Hochschulabschluss im Bereich Translation haben. Viele Kollegen und Kolleginnen – wie du vielleicht auch – haben aber eine große Sprachkompetenz in einer oder mehreren Fremdsprachen und haben sich mit vielen Jahren Berufserfahrung und kontinuierlicher Weiterbildung eine gute übersetzerische Kompetenz oder Dolmetsch-Kompetenz erarbeitet.

Die staatliche Prüfung ist der Nachweis für diese Kompetenz. Du kannst als staatlich geprüfter Dolmetscher bzw. Übersetzer in den BDÜ, den Bundesverband der Übersetzer und Dolmetscher, aufgenommen werden, auch, wenn du kein Sprachstudium absolviert hast und keine 5-7 Jahre Berufspraxis vorweisen kannst.

Die Qualifikation ist für Agenturen und Direktkunden durchaus auch ein Kriterium dafür, dir Aufträge zu geben. Sie dient als Qualifikationsnachweis.

2. Inhalt der staatlichen Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher

Woraus besteht die staatliche Prüfung für Dolmetscher?

Sie umfasst verschiedene Prüfungsteile. Neben den Hausarbeiten (die es in Leipzig nicht gibt), für die Texte aus den Fachgebieten übersetzt werden müssen, gibt es Klausuren, die sowohl Übersetzungen als auch einen landeskundlichen Aufsatz enthalten. Auch ein Multiple-Choice-Test zu juristischen Themen ist üblich.

Hinzu kommt die mündliche Prüfung. Der Prüfling muss ein Gespräch auf Deutsch und in der anderen Sprache führen, stegreifübersetzen, Vorträge simultan oder flüsternd übertragen und eine Rede konsekutiv verdolmetschen. Auch Verhandlungsdolmetschen ist üblich.

Wichtig zu beachten ist, dass die Prüfung auch ein Gespräch zu sonstigen Anforderungen an den Dolmetscher oder die Dolmetscherin umfasst. Hier kann es zum Beispiel um Neutralität, um überzeugendes Auftreten und andere allgemeine Verhaltensregeln gehen.

Woraus besteht die staatliche Prüfung für Übersetzer?

Wie die staatliche Prüfung für Dolmetscher umfasst die Prüfung für Übersetzer einen schriftlichen und einen mündlichen Teil.

Die genauen Prüfungskomponenten variieren teils je nach Bundesland. An einigen Prüfstellen erhält der Prüfling zunächst eine Hausausgabe. In der schriftlichen Prüfung musst du einen Aufsatz über landeskundliche Themen beider Sprachräume sowie Übersetzungen in und aus der Fremdsprache anfertigen, sowohl allgemeinen Inhalts als auch aus dem gewählten Fachgebiet.

Hast du diesen Teil bestanden, wirst du zur mündlichen Prüfung eingeladen. Diese besteht in der Regel aus:

  • einem Gespräch über landeskundliche und weitere aktuelle kulturelle und gesellschaftspolitische Themen beider Sprachräume
  • zwei kurzen Stegreifübersetzungen in beide Sprachrichtungen
  • einem Gespräch zum Nachweis deiner Kenntnisse des gewählten Fachgebiets sowie der berufsüblichen Hilfsmittel.

3. Unterstützung bei der Vorbereitung zur staatlichen Prüfung

Hast du schon deinen Antrag auf Zulassung bei einer der aktuell neun Prüfungsstellen eingereicht? Dann wird es jetzt spannend. Hast du inzwischen sogar die Zulassung zur Prüfung erhalten? Dann solltest du spätestens jetzt mit einer intensiven Vorbereitung beginnen! Wenn du unsicher bist, wie du am besten vorgehst, kannst du vielleicht Unterstützung gebrauchen. Schau mal, ob eines der folgenden Angebote etwas für dich ist.

Prüfungsvorbereitung für Spanisch

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ONLINE-TRANING MIT DR. LUISA CALLEJÓN

Ich bin ermächtigte Fachübersetzerin und beeidigte Dolmetscherin und war viele Jahre Mitglied des
Prüfungsausschusses für die Prüfungssprache Spanisch beim Prüfungsamt für Übersetzer in Berlin.
 
Ich habe die Fächer Übersetzen und Dolmetschen in der Sprachkombi Spanisch <> Deutsch in der
Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten und Einführung in die Translationswissenschaft in
der allgemeinen Translatorenausbildung an einer Berufsakademie unterrichtet.
 
Seit drei Jahren biete ich ein individuelles Online-Training für Kandidaten und Kandidatinnen mit der Prüfungssprache Spanisch an. Seitdem habe ich einigen Kolleginnen über diese Hürde zur Professionalisierung geholfen.

Eine von ihnen berichtet hier darüber: Monserrat Varela besteht die Prüfung

Was beinhaltet das Training?

Zunächst einmal ein kostenloses Vorgespräch, in dem dein Bedarf festgestellt wird. Was sind deine sprachlichen und deine fachlichen Voraussetzungen? Was empfindest du als deine Schwächen, die wir dann ganz besonders trainieren, was als deine Stärken, wofür du meine Unterstützung nicht brauchst? Bereitest du dich bereits woanders vor – in einer Akademie, in einer Kollegengruppe, als Einzelgänger(in)? Wie sieht es mit deiner zeitlichen Verfügbarkeit aus?

Nachdem wir diese Dinge geklärt haben, schnüren wir ein individuelles Trainingspaket für dich, das aus mindestens fünf Sitzungen besteht. Wir verabreden das weitere Vorgehen und den nächsten Trainingstermin.

Inhalte und Methoden sind individuell, abhängig davon, welche Kompetenzen im Einzelfall zu trainieren sind. Aber auf ein fachliches, konstruktives Feedback zu allen deinen Trainingsleistungen kannst du dich jetzt schon freuen.

Was kostet das Training?

Nicht die Welt. Marktübliche Preise. So viel sollte dir dein letzter Schliff auf dem Weg zur Professionalisierung wert sein. Sprich mich gerne direkt an: luisa.callejon@callejon-sprachdienste.de. Ich erkläre dir die Details.

Prüfungsvorbereitung für Russisch

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ONLINE-TRAINING MIT MILANA NAUEN

Ich bin allgemein beeidigte Dolmetscherin und ermächtigte Übersetzerin für Russisch, habe einen Master-Abschluss in Deutschlandstudien und bin promovierte Soziologin.

Seit zwanzig Jahren bin ich als Übersetzerin und Dolmetscherin für Gerichte, Behörden und Privatunternehmen tätig. Seit zehn Jahren bin ich Dozentin fürs Dolmetschen und Übersetzen im Bereich Rechtswesen.

Ich biete eigene Kurse zum Gerichtsdolmetschen, Gerichtsübersetzen und Urkundenübersetzen an. Ich bin IHK-Prüferin und habe Erfahrung mit der Vorbereitung auf die IHK-Prüfung sowie auf staatliche Prüfungen in Hessen und Sachsen.

 

Wie läuft das Training ab?

Zunächst klären wir, an welcher Prüfungsstelle du dich anmeldest, wie viel Zeit wir für die Vorbereitung haben, ob Grundlagenkenntnisse vorhanden sind und welche Prüfungsteile besonders trainiert werden müssen. 

Wir erstellen einen Zeit- und Zieleplan, welcher Angaben zu Unterrichtsstunden und Themengebieten beinhaltet: Recht, Wirtschaft, allgemein, Übersetzungs- und/oder Dolmetschtraininig, Sprachrichtungen. 

Du bekommst individuelle Hausaufgaben und Zusatzmaterial zum Lesen, Hören, Übersetzen, Nachsprechen, Dolmetschen und für die Glossararbeit. Die Hausaufgaben orientieren sich an Texten und Aufgaben der Prüfungsstellen aus letzten Jahren.

In jeder Trainingsstunde bekommst du Feedback und Tipps, die dich bei der Prüfungsvorbereitung weiterbringen.

Das Training findet über Skype oder Zoom statt. Melde dich, um ein kostenloses Kennenlerngespräch zu vereinbaren, in dem wir deine Ausgangssituation, deinen Bedarf und den Trainingsmodus besprechen. 

Was kostet das Training?

Bitte kontaktiere mich persönlich, um Näheres zu den Konditionen zu erfahren. 

www.nauen-ru.de         Instagram: @milana.nauen      E-Mail: milana.nauen@gmail.com 

Prüfungsvorbereitung Notizentechnik

Die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher. Verena
Verena Laouari, Diplom-Dolmetscherin

Für die staatliche Prüfung für Dolmetscher brauchst du eine Notizentechnik. Das bedeutet, dass es nicht ausreicht, gut mitzuschreiben oder dir alles zu merken. Das würde der Länge wegen ohnehin schwierig. 

Wenn du deine Notizentechnik vor der staatlichen Prüfung verbessern möchtest, hast du die Wahl zwischen meinem Notizentechnik-Videokurs und der Prüfungsvorbereitung im persönlichen Training.

Der Videokurs eignet sich hervorragend, wenn du noch nicht notieren kannst. Er enthält alle theoretischen Grundlagen, ein eigenes Kapitel zu Symbolen, ein Kapitel dazu, wie du es schaffst, die erlernte Theorie auch umzusetzen und einen praktischen Teil mit Übungen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Bei Fragen kannst du dich jederzeit an mich wenden.

Das persönliche Training ist für dich geeignet, wenn du die Notizentechnik kannst, aber Feedback und Übung brauchst. Schau dir meine Angebote in Ruhe an und melde dich gerne bei mir, wenn du Fragen hast.

info@consecutive-interpreting.com

Häufig gestellte Fragen

Wenn du die staatliche Prüfung ablegen möchtest, fragst du dich wahrscheinlich, WIE GUT du sein musst, um sie zu bestehen. Ich habe zusammen mit meinen Kolleginnen hier einige Informationen zusammengetragen, die die Anforderungen an dich als Prüfling betreffen.

Ja! Mit der entsprechenden Vorbereitung und dem entsprechenden Training (und damit meinen wir DEINE persönliche Vorbereitung und nicht unser Unterstützen) ist sie aber zu schaffen! 

Das ist von Prüfungsamt zu Prüfungsamt unterschiedlich. Es gibt unterschiedliche Fehlerkategorien.

Sinnentstellende Fehler wiegen am schwersten. Mehr als zwei davon können dir zum Verhängnis werden. Am Ende liegt es im Ermessen des Prüfers, wie welche Fehler gewertet werden. 

Andere Fehler, wie Akzentfehler, führen selten zum Ausschluss, es sei denn, der ganze Text ist voll davon. 

Fachbegriffe sind wichtig und müssen insbesondere im schriftlichen Teil sitzen. Positiv gewertet werden besonders präzise eingesetzte Begriffe, die ein sehr umfassendes Verständnis belegen.

Das kommt auf die Vorbereitung an. Für Teilnehmende, die sich über Jahre und sehr gezielt (z.B. in Arbeitsgruppen) vorbereiten, sind die meisten Teile ähnlich schwierig. Am wenigsten Erfahrung haben die meisten mit der Stegreifübersetzung. Für Sprachen, die in vielen verschiedenen Ländern gesprochen werden – z. B. Spanisch – kann der Umfang der landeskundlichen Themen, die in Betracht kommen, ziemlich groß sein.

Beim Dolmetschen ist die Notizentechnik oft der Knackpunkt. Das liegt daran, dass sie an den wenigsten Einrichtungen ausreichend geübt wird.

Mehrere sinnentstellende Fehler (je nach Textlänge). In einem Text aus 30 Zeilen könnten 2 dieser Fehler noch durchgehen, wenn sie nicht die Hauptidee betreffen. Beziehen sich deine Fehler auf den Kerninhalt des Textes, können 2 solcher Fehler schon dazu führen, dass du durchfällst. Ein Beispiel aus der Praxis für Spanisch: „der Erste Senat“ (des Bundesverfassungsgerichts) mit „Primera Instancia“ zu übersetzen, wäre ein sehr grober Fehler, der zum Nichtbestehen der Prüfung führen kann.

Der landeskundliche Teil ist sicherlich mit am schwierigsten vorzubereiten, weil er sehr umfangreich ist.

In der Spanisch-Prüfung spielen alle (rund 21) spanischsprachigen Länder eine Rolle, nicht nur Spanien. Man muss über die wichtigsten Themen des aktuellen Zeitgeschehens informiert sein. Gern behandelt werden Spanien, Mexiko, Kolumbien und Chile, es kann aber auch jedes andere Land drankommen. Insbesondere, wenn dort gerade viel los ist. Kleinere Länder sind unwahrscheinlicher, aber auch hier solltest du die Grunddaten wie Regierungsform und Parteisystem kennen.

Es ist ratsam, sich systematisch vorzubereiten, auch für erfahrene Kollegen und Kolleginnen.

Kollegen mit wenig Erfahrung sollten sich circa 1,5 Jahre lang vorbereiten. Es sollten systematisch alle Prüfungsbestandteile geübt werden. Du solltest die Prüfungssituation trainieren und dir Feedback holen.

Die schriftlichen Übersetzungen werden handschriftlich, über 4 Stunden, angefertigt. Das Schreiben mit Stift und Papier ist ein anderes Arbeiten, das geübt gehört.

In den meisten Prüfungsämtern sind keine Wörterbücher oder sonstigen Hilfsmittel zugelassen. Das ist man einfach nicht mehr gewohnt. Übersetzen ohne Internet und Wörterbuch wird leicht unterschätzt. Teilweise sind die Ergebnisse dann unter dem normalen „Niveau“ der Prüflinge.

Auch landeskundliche Aufsätze sind etwas, das wir in der Regel lange nicht mehr gemacht haben. Du solltest üben, wie du solch einen Aufsatz aufbaust.

Bekommst du in einem der Prüfungsteile eine 5, kannst du in der Regel ausgleichen. Lies die entsprechende Prüfungsordnung gut durch. Bestehst du die schriftliche Prüfung, die mündliche aber nicht, kannst du die mündliche nachholen.

Dazu gibt es viele Gerüchte, die du mit Vorsicht genießen solltest. Ob schwierig oder nicht ist sehr subjektiv und hängt nicht zuletzt von deinem Können ab.

Wichtig zu wissen: Für die Ermächtigung / Vereidigung / öffentliche Bestellung erkennen die beeidigenden Gerichte die Prüfungsergebnisse aller Prüfungsstellen an. Nur bayrische Gerichte erkennen nur Prüfungen aus Sachsen an.

Tipps für die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher

Tipps für die Stegreifübersetzung

Wenn du vom Blatt übersetzt und du dich vertust, darfst du dich ruhig korrigieren. Sage aber, dass du neu anfängst, dich korrigierst, und beginne den Satz von vorne („Ich korrigiere mich.“). Übersetzt Du ein Zitat, mach es kenntlich: „Zitat Anfang. (…) Zitat Ende“.

Du darfst den Satzbau ruhig aufbrechen, zwei Sätze aus einem machen. Der Inhalt muss trotzdem vollständig da sein. Lasse nichts weg und füge nichts hinzu. Auch nicht das hübsche Adjektiv, das so schön passt 😉.

Achte auf ein sauberes Output. Fange erst an, wenn du weißt, was du sagen willst. Versuche, dich nicht ständig zu verbessen.

Übe längere Texte. In der Prüfung bekommt man oft kürzere. Wenn man längere bekommt, wird man nach einer Weile unterbrochen, nicht weil die Leistung schlecht war, sondern weil man genug gezeigt hat. Hat man zu Anfang Schwierigkeiten, wird man vielleicht etwas länger übersetzen müssen. 

Tipps zur Vorbereitung des landeskundlichen Teils

Zur Vorbereitung des landeskundlichen Teils solltest du systematisch Zeitung lesen, wenn nicht täglich, dann wöchentlich. Beobachte die Presse und schaue, was wo los ist. 

Wenn du nichts sagen kannst, versuche, etwas zu erzählen, was dem nahekommt. Fragt man dich zum Beispiel nach den aktuell wichtigsten Romanautoren in Spanien, erzähle zumindest etwas über andere, etwas ältere, die du kennst und begründe deine Wahl bzw. erzähle etwas über die Vorzüge „deiner“ Autoren. Das ist besser, als nicht zu antworten. 

So sammelst du Pluspunkte

Neben präzise verwendeten Fachbegriffen können auch kulturell sehr spezifische Begriffe ein Beleg dafür sein, dass du dich mit der jeweiligen Kultur auskennst. Daher kannst du mit einer sicheren Beherrschung der Idiomatik beider Sprachen und der Fähigkeit, diese an der richtigen Stelle einzusetzen, einen sehr guten Eindruck beim Prüfungsausschuss hinterlassen.

Tipps für die Konsekutivprüfung

Es ist wichtig, dass du die Grundlagen der Notizentechnik vernünftig lernst und nicht einfach nur versuchst, Symbole auswendig zu lernen und zu verwenden. Wenn du noch keine Notizentechnik kannst, empfehle ich dir einen Kurs. Danach heißt es dann: üben, üben, üben.

Wo kann ich die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher ablegen?

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt

Die Prüfungen werden in folgenden Fachgebieten abgelegt:

  • Rechtswesen
  • Wirtschaft
  • Sozialwissenschaften
  • Naturwissenschaften
  • Geisteswissenschaften
  • Technik

Eine Übersicht der Prüfungsstellen findest Du hier. Es ist wichtig zu beachten, dass die verschiedenen Ämter nicht immer alle Sprachen anbieten, dass die Prüfungen manchmal von der Anzahl der Anmeldungen abhängen und das Angebot sich hier und da ändert.

Die verlässlichsten und aktuellsten Informationen findet man in der Regel bei den Ansprechpartnern der zuständigen Behörden.

Englisch, Französisch, Hindi, Punjabi, Spanisch, Urdu

Zur offiziellen Seite …

Arabisch, Chinesisch, Dänisch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Niederländisch, Russisch, Spanisch, Türkisch

Zur offiziellen Seite …

Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Estnisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Lettisch, Litauisch, Neugriechisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch

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— Es werden aufgrund der bevorstehenden Gesetzesänderungen vorerst keine Prüfungen durchgeführt —

Albanisch, Amharisch, Arabisch, Armenisch, Bosnisch, Chinesisch, Dari, Englisch, Estnisch, Französisch, Georgisch, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Kurmanci, Litauisch, Mazedonisch, Neugriechisch, Paschto, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Slowenisch, Sorani, Spanisch, Thailändisch, Türkisch, Ungarisch, Ukrainisch

Zur offiziellen Seite …

Englisch, Finnisch, Französisch, Norwegisch, Polnisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch

Zur offiziellen Seite …

Arabisch ,Bosnisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Polnisch,

Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Tschechisch, Ukrainisch, Ungarisch, Vietnamesisch

Zur offiziellen Seite …

Wie sieht es mit seltenen Sprachen aus?

In seltenen Sprachen, für die es in Deutschland keine staatliche Prüfung gibt, kann ein Überprüfungsverfahren durchgeführt werden. Sobald eine staatliche Prüfung in der entsprechenden Sprache eingeführt wird, verliert diese Bescheinigung allerdings ihre Gültigkeit.

Für diese als selten geltenden Sprachen werden in Hessen Prüfungen angeboten:

Aserbaidschanisch, Bengalisch, Edo, Esan, Fulla, Gujarati, Hausa, Kabyl, Kasachisch, Katalanisch, Kirgisisch, Manding, Oromiffa, Pidgin (E), Rif, Singhalesisch, Somali, Sussu, Swaheli, Tagalog, Tamil, Tigrinya, Turkmenisch, Usbekisch, Uygurisch, Zaza.

[Quelle: Hessische Lehrkräfteakademie, Rheinstraße 95, 64295 Darmstadt]

Was kostet die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher?

Die Gebühren variieren je nach Prüfungseinrichtung, liegen aber meist zwischen 300,00 Euro und 600,00 Euro.

Wann findet die staatliche Prüfung für Übersetzer und Dolmetscher statt?

Prüfungen für häufig nachgefragte Sprachen finden ein bis zwei Mal im Jahr statt. Manche Stellen machen die Termine von der Anzahl der Anmeldungen abhängig. Konkrete Infos zu Terminen für dieses Jahr finden sich in den Links der im jeweiligen Bundesland zuständigen Stellen (siehe oben!)

Wichtig! Ich habe die Angaben zu den einzelnen Stellen und Prüfungen nach bestem Gewissen recherchiert, um einen groben Überblick zu geben. Bitte schaut dennoch konkret auf den Seiten der einzelnen Anbieter nach, um aktuelle Infos zu bekommen.

Immer noch Fragen offen? Meld dich bei mir!

info@consecutive-interpreting.com